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Im zweiten Panel Zwischen Akademie und Bewegung: Kritische Wissenschaft und ihr Verhältnis zu sozialen Kämpfen und Herrschaftsprojekten, am Samstag, 7.12. ab 14.00 Uhr spricht Dominik Nagl (Mannheim) unter dem Titel

“E. P. Thompson, die Neue Linke und die Krise im britischen Marxismus der 1970er Jahre”

Hier die Ankündigung:

In dem einflussreichen Werk des britischen Sozialhistorikers Edward Palmer Thompson verbanden sich eine innovative methodische Neuausrichtung der Arbeiterbewegungsgeschichtsschreibung, das Projekt einer Erneuerung marxistischer Theoriebildung und politische Interventionen in die Debatten der britischen Nachkriegslinken. Insbesondere Thompsons 1963 erschienenes Werk „The Making of the English Working Class“ eröffnete einen neuen Blick auf die Entstehungsphase der englischen Arbeiterklasse und übt bis heute eine große Wirkung auf die politischen und wissenschaftlichen Diskussionen über die Erweiterung des traditionellen marxistischen Klassenbegriffs. Dennoch war Thompsons Lesart des Marxismus innerhalb der Neuen Linken von Anfang an umstritten.

In Großbritannien stand E. P. Thompson in den 1960er und 1970er Jahren im Zentrum einer kontrovers und polemisch geführten Strategie- und Theoriedebatte mit dem Herausgeber der Zeitschrift “New Left Review” Perry Anderson. Der Vortrag unternimmt den Versuch einer kritischen Würdigung von Thompsons Werk im Lichte der damaligen Auseinandersetzungen und den aktuellen Problemen linker Theoriebildung und Praxis.

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Comments Off on Panel 2: Beitrag von Dominik Nagl