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In der Workshop-Phase am Samstag, 7.12. ab 16 Uhr werden die Gruppen audioscript und Mahngang
Täterspuren
ihre Arbeit in einem gemeinsamen Workshop vor- und zur Diskussion stellen.

Unter Köpfhörern und mit Lautsprechern.
Workshop zu Grenzen und Möglichkeiten der Intervention in Gedenkdiskurse am Beispiel von audioscript und dem Mahngang Täterspuren

Das audioscript zur Verfolgung und Vernichtung der Jüdinnen und Juden 1933 bis 1945 ist ein Stadtrundgang und führt an zwölf exemplarische Orte antisemitischer Verfolgung während des Nationalsozialismus in Dresden. Jeder Audiobeitrag thematisiert historische und philosophische Aspekte des Verbrechens. Im Angesicht der absoluten Stille um das Erforschen der Shoah in Dresden kann anhand dieser Herangehensweise das Format  – Audiostadtrundgang- zwischen Ignoranz und Instrumentalisierung politisch diskutiert werden.

Der Mahngang Täterspuren entstand aus dem Bündnis Dresden Nazifrei und versucht einen deutlichen Kontrapunkt zu der vorherrschenden Erinnerungskultur am 13. Februar in Dresden zu setzen. Die Idee war es, die Biografien von NS-Täter_innen in den Blickpunkt zu nehmen und damit deutlich zu machen, dass Dresden im Mustergau Sachsen ein wichtiger Ort in der Verfolgungs- und Vernichtungspolitik, der Rüstung und Verbreitung von NS-Ideologie war. Beim ersten Anlauf 2011 wurde „Täterspuren“ noch faktisch verboten, mittlerweile ist der Rundgang etabliert und weist kritisch und medial stark wahrnehmbar auf die durch den Opfermythos ausgeblendete NS-Geschichte von Dresden hin.

Gruppe audioscript Dresden
Andreas Kahrs und Henning Obens (Mahngang Täterspuren)

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