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„Fragend schreiten wir voran … Fragend blicken wir zurück …“ Oder: Das Kreuz mit dem linken Erbe

Termin verlegt


Veranstaltung am 3. Dezember 2013, 19 Uhr, Mehringhof, großer Saal, Gneisenaustraße 2a, 10961 Berlin

Keine ewigen Wahrheiten, sondern Fragen standen auf den Transparenten der Demonstration, die am 16. Januar 2012 zum ersten Mal außerhalb der offiziellen Luxemburg-Liebknecht-Demo von einem linken Jugendbündnis organisiert wurde. Die VeranstalterInnen haben mit ihrer Aktion einen Anstoß zur überfälligen Diskussion über eine längst zum Ritual erstarrte Erinnerung an die Ermordeten in Gang gebracht, bei der sich auch alle alt- und neustalinistischen Organisationen im „linken Strom“ geborgen fühlen. Damit hatte das Jugendbündnis den Weg für eine offene Auseinandersetzung mit dem Erbe der Linken in der Novemberrevolution frei gemacht, die sich bisher hauptsächlich an der Frage zerstritt, „wem Rosa und Karl“ gehörten?

Mit dieser Veranstaltung soll in eine seit einiger Zeit geführte Diskussion über das Verständnis linker Traditionsbezüge eingegriffen werden, die zugleich eine Diskussion über das Selbstverständnis linker Positionen ist.

* Was bedeutet es, eine kritische Rückschau auf die Geschichte der Linken zu halten?

* Was folgt daraus, Luxemburg und Liebknecht nicht als Götzen zu verehren, sondern ihr Ideen und ihre Handlungen in den historischen Kontext ihrer Zeit zu stellen?

* Wie soll eine Linke mit ihren Mythen umgehen? Sollten sie sie zerstören oder braucht die Linke Mythen?

* Können wir uns heute überhaupt noch wie immer auf die Geschichte der Arbeiterbewegung beziehen? Und sind Karl und Rosa die Einheitsstifter für alle Linken?

PodiumsteilnehmerInnen:

Bini Adamczak

Kristin Witte von der Naturfreundejugend

Bernd Gehrke und Willi Hajek vom AK Geschichte sozialer Bewegungen.

Moderation:

Renate Hürtgen, AK Geschichte sozialer Bewegungen

Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung sowie der Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte durchgeführt und aus Mitteln der Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt sowie der Berliner Lotto-Stiftung finanziert.

 

http://geschichtevonuntenostwest.wordpress.com/

 

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